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Der Hanf (Cannabis sativa), selten auch Echter Hanf, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Hanf ist zu unterscheiden von der zweiten Art der Gattung, dem Indischen Hanf (Cannabis indica). Beide Arten dienen gleichermaßen zur Gewinnung von Rauschmitteln, jedoch weist Cannabis sativa bessere Voraussetzungen für den Anbau als Faserhanf auf als C. indica und wird wegen dieser vielseitig verwendbaren Fasern auch landwirtschaftlich angebaut. Daneben ist er auch ein Lieferant von als Lebensmittel interessanten Samen sowie Ölen, wobei letztere auch als Rohstoffe Verwendung finden können [1].
BeschreibungHanf ist eine 1 bis 3 Meter hohe, einjährige, krautige Pflanze. Die Seitentriebe sind dicht weiß behaart. Die Blätter sind wechselständig, der Blattstiel ist 2 bis 7 Zentimeter lang, die Spreite auf der Unterseite weißlich grün und mit bräunlichen Harzdrüsen besetzt, auf der Oberseite dunkelgrün und behaart. Die einzelnen Blättchen sind lanzettlich bis linealisch und 7 bis 15 (selten 3 bis 15) Zentimeter lang und 0,5 bis 1,5 cm (selten 0,2 bis 2) Zentimeter breit und laufen spitz zu, der Rand ist fein gesägt. Die Nebenblätter sind linealisch. Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die männlichen Blütenstände sind rund 25 Zentimeter lang, die an einem 2 bis 4 Millimeter langen Blütenstiel hängenden, nickenden Blüten sind gelblich grün, die eiförmigen bis lanzettlichen Kelchblätter 2,5 bis 4 Millimeter lang, häutig und schwach behaart. Die Kronblätter fehlen. Die Staubfäden sind zwischen 0,5 und 1 Millimeter lang, die Staubbeutel länglich-rund. Die weiblichen Blütenstände sind blattachselbürtig und stehen dicht beieinander zwischen den blattartigen, gelben Tragblättern und Vorblättern. Die Blüten sind ungestielt und von grüner Farbe, der Kelch ist schwach behaart und liegt eng um den runden Fruchtknoten. Die Reifezeit der Früchte fällt in den Juli. Die Frucht ist eine flach eiförmige Achäne und erreicht Längen von 2 bis 5 Millimeter. VerbreitungUrsprünglich vermutlich aus Zentralasien stammend, ist Hanf heute fast weltweit in den gemäßigten Zonen verbreitet. SystematikDie Art wird in zwei Varietäten gegliedert:
VerwendungHauptartikel: Nutzhanf und Rauschhanf Hanf gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt, seine Geschichte reicht bis zu 8000 Jahre zurück. Die Hanffaser wird verwendet zur Herstellung von Seilen, Textilien und Spezialpapier, aber auch zahlreichen anderen Produkten wie Dämmstoffe oder Verbundwerkstoffe. Als Nebenprodukt der Produktion entstehen Schäben. Die Samen finden Verwendung als Lebens- und Futtermittel, die aus ihnen gewonnenen Öle finden ebenfalls als Lebensmittel, aber auch als Kosmetika sowie als medizinische oder technische Öle Anwendung (Hanföl, Ätherisches Hanföl). [1] Daneben wird Cannabis sativa aber genau wie die andere Art Cannabis indica als Rauschmittel verwendet. Cannabis sativa hat dabei eine mehr psychedelische und anregende Wirkung als Cannabis indica, welches eine mehr sedative bis einschläfernde Wirkung hat. Dies ist vermutlich durch den höheren Cannabidiol (CBD)-Gehalt des C. indica bedingt. Nachweise
EinzelnachweiseDie Informationen dieses Artikels entstammen zum größten Teil den unter Nachweise angegebenen Quellen, darüber hinaus werden folgende Quellen zitiert:
Weblinks
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