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Ll
L bzw. l (gesprochen: [ɛl]) ist der zwölfte Buchstabe des lateinischen Alphabets und in den meisten Sprachen ein Konsonant. Der Buchstabe L hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 3,44 %. Er ist damit der elfthäufigste Buchstabe in deutschen Texten. L ist auch die römische Ziffer mit dem Dezimalwert 50.
AusspracheL ist ein tönender Gleite- oder Fließlaut (eine Liquida) und ist als solcher so nahe mit den Vokalen verwandt, dass es sogar wie ein Vokal silbenbildend auftreten kann, beispielsweise in dem deutschen Wort Handel (sprich handl). Es gibt auch ein tonloses l, zum Beispiel im Deutschen nach s und t. Außerdem kann man je nach der Stellung der Zunge unterscheiden:
Allen Arten von l ist gemeinsam, dass die Zungenspitze den Mund nach vorn zu in der Mitte absperrt wie bei der Bildung von d und t, während die Luft seitwärts an den beiden Wangen entlang vorbeistreicht. Im Sanskrit gibt es ein besonderes Zeichen für das vokalische l, auch in der tschechischen Sprache kommt l als Vokal vor. Die Sonderform im Wienerischen Dialekt ist das Meidlinger L. Herkunft
Im proto-semitischen Alphabet stellt der Buchstabe einen Ochsenknittel dar - einen mit Stacheln versehenen Stock, mit dem Ochsen angetrieben wurden. Daraus entwickelte sich im phönizischen Alphabet das Lamed (Ochsenknittel), das für den Lautwert [l] stand. In das griechische Alphabet wurde das Lamed als Lambda übernommen und hatte ebenfalls den Lautwert [l]. Zu Beginn wurde das Lambda noch sehr ähnlich zum Lamed gezeichnet, als Strich mit Ansatz, bis zum klassischen Griechisch entwickelte sich daraus dann die Dach-Form des heutigen Lambda. Die Etrusker übernahmen von den Griechen noch die archaische Form mit Ansatz und verwendeten sie weiter. Diese Form wurde auch von den Römern übernommen. Nachdem die Schreibrichtung des Lateinischen wechselte, wurde das L nach rechts orientiert, ansonsten aber ohne Änderungen beibehalten. TypografieDas kleine l ist als Buchstabe nicht unproblematisch, da es leicht mit anderen Zeichen verwechselt werden kann. In Sansserif-Schriftarten wie Helvetica oder Arial ähnelt es dem großen i (I), ist jedoch höher und schmaler, was allerdings auf Bildschirmen meist nicht darstellbar bzw. wahrnehmbar ist. In Schreibmaschinenfonts hingegen besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Eins (1). Insbesondere bei der Mischung von Zahlen und Buchstaben ist dies virulent, namentlich dann, wenn das kleine l als Abkürzung für Liter verwendet wird. Daher empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Literzeichens in der Form eines Schreibschrift-l (ℓ) oder des großen L. Auf manchen älteren Schreibmaschinen wurde aus der Not eine Tugend gemacht und der Einsparung von Typen wegen die 1 ganz weggelassen; sie wird ersetzt durch das kleine l. Nach einfachem oder auch doppeltem kleinen f wird das kleine l gerne zu einer Ligatur verschmolzen. Zitat„… ein laut der mit r und den nasalen m und n zusammen die gruppe der flüssigen (semivocales) bildet. es ist die jüngere modification des r-lautes, weshalb wir sehen, dasz ihm in den urverwandten sprachen theils, und zwar in der europäischen gruppe derselben, ein l, theils, in den asiatischen gliedern, die hier den ältern laut bewahrten, vielfach ein r entspricht…“ (Grimmsches Wörterbuch)[1]. Anmerkungen
Siehe auch
WeblinksSiehe auch: Abkürzung, Akronym, beginnend mit dem Buchstaben L oder l Questions for article: alibata, alibata letter, alibata letter a, alibata letter l, alibata letter r, alibata letter ra, alibata letters l, alpabetong latino, alpabetong romano, コイル 数字 記号 意味, サイズ L LL XL EL BL |
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