Unterart

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Als Unterart (auch Subspezies, abgekürzt: subsp. oder ssp.) werden besonders in der Zoologie und in der Botanik Gruppen von ähnlichen Individuen bezeichnet, die einerseits offenkundig untereinander paarungsfähig sind (also ein wichtiges Kriterium der Abgrenzung von Arten nicht erfüllen), andererseits aber als Gruppe (als Sippe) hinreichend eindeutig gegen andere Gruppen (Sippen) abgrenzbar sind. Die Systematiker führen somit Unterarten vor allem bei besonders formenreichen Arten ein, wobei eine wirklich scharfe Abgrenzung dieser infraspezifischen Taxa nicht immer gelingt. Unterarten sind stets räumlich oder zeitlich voneinander isoliert (vikariierend); sie bilden aber bei Kreuzung fertile Bastarde (abgekürzt: nothosubsp. oder nssp., griech. nothós = Unecht, unehelich).

Unterarten sind häufig geografisch oder ökologisch durch so genannte Übergangspopulationen mit einander verbunden. Der Grund für die fließenden Übergänge der Formen liegt in dem stetig fortlaufenden Prozess der Artbildung (siehe hierzu: Evolution), wie sie Charles Darwin beschrieben hat.

In der biologischen Nomenklatur wird die Unterart mit einer dreiteiligen Bezeichnung, dem Trinomen, gekennzeichnet. So steht das Trinomen Panthera leo massaicus beispielsweise für eine Unterart des Löwen. In der Botanik ist noch zusätzlich die Abkürzung subsp. einzufügen (z.B. Lilium pardalinum subsp. pitkinense), vom Gebrauch des häufig zu findenden Kürzels „ssp.“ wird mittlerweile vom ICBN abgeraten.

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Schubert & Günther Wagner: Botanisches Wörterbuch. Ulmer, Stuttgart, 11. Auflage, 1993. ISBN 3-8252-1476-1

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